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Mitteilungen der Seminarleitung



Mit Rückenwind ins Referendariat – Stade als starker Startpunkt

Wer den Vorbereitungsdienst beginnt, sucht mehr als nur einen Ausbildungsplatz: gefragt sind Verlässlichkeit, persönliche Begleitung und ein Umfeld, das Entwicklung ermöglicht. Genau hier setzt die neue Werbebroschüre der Studienseminare im Landkreis Stade an – und zeichnet das Bild eines Ausbildungsortes, der fachliche Qualität mit menschlicher Nähe verbindet.

Im Zentrum steht eine klare Botschaft: Referendare sollen nicht allein gelassen werden. Kleine Ausbildungsgruppen, individuelle Förderung und eine persönliche Atmosphäre schaffen einen Rahmen, in dem professionelle Entwicklung tatsächlich gelingen kann. Stimmen aus der Praxis unterstreichen dies eindrücklich: Die Ausbildung wird als anspruchsvoll, aber zugleich unterstützend erlebt – ein Spannungsfeld, das produktiv gemacht wird.

Besonders hervorzuheben ist das enge Zusammenspiel von Studienseminaren, Ausbildungsschulen und regionalen Akteuren. Die Broschüre beschreibt ein Netzwerk, das kurze Wege, klare Zuständigkeiten und schnelle Unterstützung garantiert. Der Lehrkräfteservice sowie das Bildungsbüro fungieren dabei als verlässliche Anlaufstellen – nicht nur organisatorisch, sondern auch menschlich.

Didaktisch interessant ist die implizite Leitidee, die sich durch alle Abschnitte zieht: Ausbildung wird nicht als bloße Wissensvermittlung verstanden, sondern als begleiteter Professionalisierungsprozess. Regelmäßige Rückmeldungen, Beratung und kollegiale Einbindung schaffen ein lernförderliches Klima, das sowohl Sicherheit als auch Eigenverantwortung stärkt.

Nicht zuletzt wirbt die Broschüre auch für den Lebensraum Stade selbst: eine Region, die maritime Kultur, ländliche Ruhe und wirtschaftliche Dynamik miteinander verbindet. Damit wird deutlich, dass der Vorbereitungsdienst hier nicht nur als beruflicher Einstieg, sondern als biographischer Neubeginn gedacht ist.

So entsteht insgesamt das Bild eines Studienseminars, das seinen Anspruch ernst nimmt: nicht nur auszubilden, sondern junge Lehrkräfte auf ihrem Weg in den Beruf tragfähig zu begleiten – mit Struktur, mit Haltung und, wie es die Broschüre treffend formuliert, mit Rückenwind.





50-jähriges Jubiläum (August 2025)


Das Studienseminar Stade feierte im Jahr 2025 sein 50-jähriges Bestehen. Der Höhepunkt der Feierlichkeiten fand am 18. und 19.08.25 in festlicher Runde statt.

Der erste Seminartag am 18.08.25 bildete den Auftakt: Nach den ersten Fachseminar- und Pädagogiksitzungen gab es für alle Seminarangehörigen ein sommerliches Mittagessen im Seminargarten, das ein Catering-Unternehmen aus Stade bereitstellte. Bei allerbestem Sommerwetter ergaben sich zahlreiche anregende Gespräche zwischen Auszubildenden, Ausbildern und sogar einigen Ehemaligen, die es sich natürlich auch nicht nehmen ließen, den festlichen Moment mitzuerleben.

Die Feierlichkeiten wurden am 19.08.25 mit einem Festakt im historischen Rathaus in Stade fortgesetzt. Die von allen Lehrämtern gemeinsam getragene Veranstaltung lockte zahlreiche Besucher aus Nah und Fern an, darunter auch offizielle Vertreter der Stadt und des Landkreises Stade, der Landesschulbehörde Lüneburg und des Kultusministeriums in Hannover. Alle drei Seminarleiter sprachen jeweils Grußworte und erinnerten an die bunte Geschichte des Seminarstandortes, die im Sommer 1975 in den ehemaligen Räumen der damaligen Vincent-Lübeck-Schule an der Bahnhofstraße begann.

In ihrem Festvortrag führte die Dozentin Carola Junghans von der Carl-von-Ossietzki-Universität Oldenburg aus, welche Reformen der Lehrerausbildung sinnvoll möglich seien, um insbesondere im Bereich der Beratung und Professionalisierung junger angehender Lehrkräfte weitere Fortschritte zu erzielen. Einer der bemerkenswertesten Gedanken war ihr Appell, Krisen zu "entdramatisieren", da sie auch Chancen des Wachstums böten.

Alle Festredner waren voll des Dankes angesichts der Erfolgsgeschichte des Seminarstandortes Stade, betonten aber, die Entwicklung gehe weiter, denn "schon heute" sei "der erste Tag der nächsten 50 Jahre" Seminargeschichte.

Hinweise zum Seminartag
Seit August 2025 finden unsere Fachsitzungen wöchentlich jeden Montag morgens und nachmittags statt – im Seminargebäude oder abwechselnd an den Schulen in Stade (alle zwei Wochen). Mittags laden wir Sie zur regelmäßigen Pädagogiksitzung in den Seminarräumen ein, um gemeinsam didaktische Fragestellungen zu vertiefen. Selbstverständlich haben an diesem Tag auch unsere Bibliothek und das Sekretariat für Sie geöffnet: Greifen Sie auf unsere Medienbestände zu oder klären Sie organisatorische Anliegen direkt vor Ort.

Zeitlicher Ablauf des Seminartages:
8:30 – 11:30 Fachseminare Block I
11:30 – 12:00 Pause I
12:00 – 13:30 Pädagogikseminare
13:30 – 14:45 Pause II
14:45 – 17:45 Fachseminare Block II

Stärkung der Unterrichtsversorgung
Angesichts der anhaltend unzureichenden Unterrichtsversorgung haben das Kultusministerium und Vertreter der Landkreise Stade und Cuxhaven einige Maßnahmen beschlossen, um die Ausbildung in der Region noch attraktiver zu gestalten. Folgende Maßnahmen sind dem Stader Tageblatt zufolge geplant:

  • Um angehende Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst (LiVD) gezielt für die unterversorgten Landkreise zu gewinnen, soll das Regionale Landesamt für Schule und Bildung (RLSB) in Braunschweig – zuständig für die Zulassung und Einstellung der LiVD landesweit – seine Beratungsleistung im Einstellungs- und Zulassungsverfahren intensivieren. Bewerbungen mit dem Wunsch Stade und Cuxhaven sollen möglichst zügig zugewiesen werden.
  • Um die Standorte der Studienseminare Cuxhaven und Stade als Arbeits- und Lebensraum attraktiver zu gestalten und die Profilbildung zu schärfen, soll das regional zuständige Landesamt Lüneburg mit den Leitungen der beiden Studienseminare in den beiden Kreisstädten kooperieren, um einen vertiefenden Schwerpunkt Digitalisierung und insbesondere KI in der Lehrerbildung vor Ort zu etablieren.
  • Die Landkreise Stade und Cuxhaven wollen eine Willkommenskultur für Lehrkräfte schaffen. So prüfen die Landkreise die Einrichtung eines Lehrkräfte-Servicebüros. Denkbare Ansätze in einem Bündel von Maßnahmen wären neben zusätzlichen Coaching- und Beratungsangeboten auch die Unterstützung bei der Wohnungssuche, bei der Arbeitsplatzsuche von Partnerinnen und Partnern sowie bei der Kitaplatzsuche. Ebenso könnten Lehrkräfte Förderung bei der Mobilität im Nahverkehr erhalten.

Quelle: https://www.tageblatt.de/Nachrichten/Nirgends-faellt-mehr-Unterricht-aus-Das-verspricht-die-Ministerin-in-Stade-640656.html?UpScoreConversion=4

Personelle Veränderungen
Zum Ende des Schuljahres 2024/25 verließen uns Frau Ulses (Sport) und Herr Heizmann (Französisch), um ihren Ruhestand anzutreten. Schon im Januar ist Herr Hawmann (Fachleiter für Biologie) ebenfalls in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Die Nachfolger sind überwiegend bereits aktiv (Biologie, Französisch) oder werden vorübergehend vertreten (Sport).