AnalyseTool Modelle

Sie haben bereits in Ihrem Chemie-Studium zahlreiche Modelle für verschiedene modellbildende Situationen kennengelernt. Gerade im Chemeunterricht haben Modellbildungsprozesse einen hohen Stellenwert. Immer wieder stellt sich die Frage, ob ein bereits bekanntes Modell modifiziert und erweitert werden kann oder ob ein neues differenzierteres Modell neue Erkenntnisse besser beschreibt. Mit dem folgenden AnalyseTool Modelle können Sie Ihre bereits vorhandenen Kompetenzen im Bereich Modellbildung testen.

 

Diagnose und Analyse der eigenen Kompetenzen und Fertigkeiten im Bereich DENKEN IN MODELLEN UND ARBEITEN MIT MODELLEN

I. Modelle und Modellbegriff: Funktionen, Darstellungen und Typen

     
  1. Sie können den Modellbegriff unter verschiedenen Bedeutungen und Perspektiven diskutieren.  
  2. Sie beschreiben und reflektieren Modellvorstellungen unterschiedlicher Reichweite und kennen die jeweiligen Grenzen.              
  3. Sie setzen sich kritisch mit Darstellungen von Modellen in Medien auseinander.                               
  4. Sie kennen und reflektieren die erkenntnistheoretische Funktionen von Modellen und Modellvorstellungen in Forschung und Unterricht.        
  5. Sie kennen und reflektieren die veranschaulichende Funktion von Modellen in Forschung und Unterricht.                          
  6. Sie gehen mit Modellen und Modellvorstellungen auf verschiedenen Abstraktionsniveaus sachlich angemessen um.                     
  7. Sie erklären chemische Phänomene mit adäquaten Modellen verschiedener Typen, z.B. Denk-, Sach-, Simulationsmodell.                 


II. Historische Entwicklungen    

  1. Sie besitzen einen Überblick über die historische Entwicklung der Vorstellungen zum Aufbau der Stoffe ausgehend von der Antike.             
  2. Sie verfolgen die Weiterentwicklung von Modellen und Theorien an den jeweils markanten Phasen der Wissenschaftsgeschichte.            
  3. Sie kennen die Bedeutung der Arbeiten von LAVOISIER, DALTON, RUTHERFORD, BOHR,  HEISENBERG, PAULING.                             
  4. Sie kennen die Bedeutung der Beiträge der Chemie zur Entwicklung unseres naturwissenschaftlichen Weltbildes.                    


III. Vom Aufbau der Stoffe und der chemischen Reaktion

  1. Sie besitzen einen Überblick über Vorstellungen zum Aufbau der Stoffe und wechseln bewusst zwischen Stoff- und Teilchenebene.            
  2. Sie formulieren die Kernaussagen der für den Chemieunterricht relevanten Modelle zum diskontinuierlichen Aufbau der Stoffe.             
  3. Sie kennen das Teilchenmodell (KTM), das einfache daltonistische Atommodell und das Kern-Hülle-Modell.                         
  4. Sie kennen Modelle mit differenzierter Atomhülle, Elektronenwolken-Modell, Orbital-Modell.   
  5. Sie können die Ionenbindung, Elektronenpaarbindung und Metallbindung mit einem jeweils geeignetem Modell erklären.                 
  6. Sie können Wechselwirkungen zwischen Teilchen (Wasserstoffbrücken, Van-der-Waals-Kräfte, Ion-Dipol- und Dipol-Dipol-Wechselwirkungen)  mit jeweils geeigneten Modellen erklären und sind sich der Grenzen dieser Modelle bewusst.                  
  7. Sie reflektieren wissenschaftliche Modelle unter didaktischen Gesichtspunkten.                        
  8. Sie deuten die Stoffumwandlung als Umordnung und Veränderung von Teilchen und Teilchenaggregaten.                       
  9. Sie deuten den Energieaustausch und die Umgruppierung der Teilchen mit Hilfe von Bindungsmodellen.                         


IV. Unterrichtliche Erfahrungen aus den Schulpraktika (kann und darf Lücken aufweisen)

  1. Sie treffen didaktisch begründete Entscheidungen hinsichtlich des Modelleinsatzes einschließlich ihrer Anschlussfähigkeit.               
  2. Sie diagnostizieren Schülervorstellungen beim Umgang mit Modellen und richten Unterrichtsprozesse darauf aus.                    
  3. Sie entwickeln mit Schülerinnen und Schülern auf unterschiedlichen Wegen Modellvorstellungen weiter.                        
  4. Sie nutzen die wechselseitige Beeinflussung von experimentellen Ergebnissen und den daraus resultierenden Erkenntnissen, um Modellwechsel im Unterricht anzubahnen.                                     
  5. Sie nehmen Modellwechsel mit Schülerinnen und Schülern bewusst und reflektiert vor.              
  6. Sie verknüpfen wesentliche Modellvorstellungen mit Forscherpersönlichkeiten.