Succeed or fail in good spirits?

Am Sonnabend, den 27.01.2018 wurde der Referendarskurs 08/16 feierlich verabschiedet. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten stand einerseits der Erfolg, andererseits aber auch die angemessene Betrachtung des Misserfolgs: Stolpersteine auf dem Weg galt es auszuräumen, Misserfolge waren auszuhalten, und am Ende standen dann für die meisten Absolventen wohl die Freude und Erleichterung, eine wichtige Wegmarke endlich erreicht zu haben: den Eintritt ins Berufsleben.

Bereits um 10 Uhr öffneten sich die Pforten der anheimelnden Johanniskirche in Stade (s. Fotos unten), wo der bislang achte Gottesdienst zum Ende des Referendariats unter dem Motto "Stolpersteine - Wie frei sind wir?" den gelösten Grundton des Tages vorgab, den der Fachleiter für Geschichte, StD Achim Zeuch in seiner Laudatio für die Absolventen und Absolventinnen im Gymnasium Athenaeum Stade gerne aufnahm. 

Im Gottesdienst unter der Leitung von Superintendent Dr. Kück mussten alle Gottesdienstbesucher noch einmal symbolisch den Hindernis-Parcour meistern, den zuvor die Referendarinnen und Referendare in ihren zahlreichen Unterrichtsbesichtigungen und Prüfungen der vergangenen 18 Monate zurückgelegt hatten. Die im Kirchenschiff ausgebreiteten "Stolpersteine" (u.a. "Unsicherheit", "Angst", "Chaos" oder auch "Misserfolg") wurden auch in einem kleinen Anspiel am Schreibtisch noch einmal "verarbeitet". Hier wurde nichts beschönigt, die Lasten und Mühen der Ausbildung durften noch einmal Revue passieren, um sie dann in einem liturgischen Akt der "seelischen Reinigung" bewusst hinter sich zu lassen. Dr. Kück gab den Absolventen den Zuspruch mit auf den Weg, dass Leiden und Betrübnisse nicht alleine zu bewältigen seien, sondern dass es starke Gemeinschaften gebe, die Rückhalt böten. Auch die christliche Gemeinde könne solch ein Ort sein, wo Menschen gemeinsam Kräfte entwickeln, die sie alleine oft nicht hätten. 

Wie schon in der Vergangenheit nahmen auch jetzt ehemalige Absolventinnen und Absolventen die Gottesdienstfeier gerne wahr, um den Kontakt zu Ihren früheren Kolleginnen und Kollegen zu pflegen und Anteil an Freud und Leid zu nehmen. 

Im Rahmen der anschließenden Zeugnisverleihung im Athenaem ermunterte Achim Zeuch dann auch in diesem Sinne, es gelte im Leben nicht nur Erfolge zu feiern, sondern im Sinne des englischen Schriftstellers Louis Stevenson zu lernen, Misserfolge mit guter Laune zu ertragen: "Our business in life is not to succeed, but to continue to fail in good spirits." Weitere Lob- und Dankesreden und andere Darbietungen vervollständigten den insgesamt kurzweiligen Vormittag. Wir wünschen den Absolventen alles Gute für Ihre Zukunft. 

Die Redebeiträge und Fotos des Entlassungstages werden in den kommenden Wochen noch vervollständigt. 

 

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