Eine harte Zeit geht zu Ende

Referendare erhalten Staatsexamen im Ritzebüttler Schloss / Zu wenig Planstellen vorhanden
 
CUXHAVEN. Im August 2013 starteten sie den wohl härtesten Teil ihres bisherigen Werdegangs: das Referendariat. Am Freitagnachmittag konnten sie den mit dem Staatsexamen endlich beenden. Auf einige der jetzt ehemaligen Referendare wartet bereits ein Arbeitsplatz an einer Schule, andere werden sich noch orientieren müssen.
 
Monatelang kämpften sie sich durch Deutsch-, Englisch-, Biologie-, Sport-, Mathe-, Geschichts-, oder Erdkundeunterricht. Doch das ist vorerst vorbei. „Juhu, das ‚Ref’ ist endlich um“, heißt es seit-
dem von Jan Haller, einem ehemaligen Referendar. Zu diesem Jubel haben er und seine Mitstreiter auch allen Grund. Hinter den elf „Bald-Lehrern“ liegt eine herausfordernde Zeit.
 
Der erste Tag
Wolfgang Deutschmann, Schulleiter am Amandus-Abendroth-Gymnasium und Oberstudiendirektor, erinnert sich an den ersten Tag: „Das war auch mein erster Tag als Schulleiter. Die Referendare also willkommen zu heißen, war meine erste Amtshandlung.“ Obwohl der Arbeitsmarkt für Lehrer zurzeit alles andere als rosig aussieht, macht er den Anwärtern Mut: „Als ich mit dem Referendariat fertig war, gab es sogar einen Einstellungsstopp. Und jetzt bin ich Schulleiter.“
 
Einige der ehemaligen Referendare werden zukünftig an Ober- oder Gesamtschulen arbeiten, einige haben Stellen in anderen Bundesländern angenommen. „Sie sind jung und gut ausgebildet. Deshalb bin ich mir sicher, dass es mit einem Arbeitsplatz für alle klappen wird“, betont Jürgen Tomaschewski, Seminarleiter der Außenstelle Cuxhaven. Außerdem macht er noch einmal deutlich, wie froh und dankbar er dafür ist, dass Schulleiter und Seminarleiter tatkräftig von den Kollegen in den Schulen unterstützt worden sind. Folgende Referendare haben ihr Referendariat an den Gymnasien Lichtenberg, Amandus-Abendroth, Bad Bederkesa, Wesermünde und Otterndorf erfolgreich absolviert: Jan-Hauke Ahrens, Jan Haller, Nina Hines, Eva-Maria Leidner, Ricarda Meinhardt, Janett Metzler, Alina Nordmann, Ann-Christin Pusch, Dr. Marcus Sander, Julia Stremlow und Svenja Vozenilik. Sieben von ihnen haben mit der Note „gut“ bestanden, zwei mit „sehr gut“.
 
Erschienen in: Cuxhavener Nachrichten, 17./18.01.2015
 
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